Wusstet ihr, dass 11% der Menschen Linkshänder sind? Also da fühl ich mich doch gleich mal ein bisschen besonders...mmm...
Ja, 17. Mai! Was für ein Tag! Ich bin so froh, dass ausgerechnet ich zu diesem Tag Austauschschüler in Norwegen sein durfte!
Am 17. Mai 1814 wurde Norwegens Grundgesetz in Eidsvoll unterschrieben. Das war ein großer Tag für das arme, kleine Land. Seitdem wird jedes Jahr der Nationalfeiertag gefeiert. Und hier sieht und fühlt man, was wirklicher Patriotismus ist. Also im guten Sinne natürlich.
Das Wochenende vor dem 17. Mai war ich mit Alicias Familie in Eidsvoll, wo für 400mio Kronen (50mio€) das originale Haus renoviert wurde. Dort nämlich hatten Politiker aus ganz Norwegen sich zur "Grundgesetzbesprechung"getroffen. Alle Räume waren in den Originalstand zurückgesetzt und verkleidete Schauspieler liefen umher. In dem Tagungssaal des Hauses wurde gefilmt und verschiedene Reden gehalten. Promt kamen wir alle erstmal ins Fernsehen.
Nach diesem Ausflug wusste ich dann, weshalb Norwegen Nationalfeiertag feiert.
Wie feiert man den aber diesen Tag?
Meistens wird in den Familien morgens gemütlich gefrühstückt. Man zieht sich sehr schick an. Für alle, die eine Tracht besitzen (Bunad), heißt es, diese rauszuholen und anzuziehen. Eine Bunad ist handgemacht und der Heimatregion des Norweger entsprechend verziert. Alles ist aus Baumwolle, weshalb die Röcke total schwer und warm sind. Die letzen Jahre regnete oder schneite es am 17. Mai, doch dieses Jahr war Petrus gut gelaunt und es waren 24°C und Sonnenschein! Das hieß für mich: Kleid mit Jäckchen, ohne Strumpfhose. Herrlich!! :D
Am 17. Mai morgens, frühstückten meine Gastfamilie und ich mit einigen Freunden.
In den verschieden Städten und Dörfern finden Menschenzüge mit allen Schulen und Vereinen der Umgebung statt. Also liefen wir dann dem Zug nach Slemmestad hinterher. Ich musste allerdings früher abbiegen, da ich zur Bushaltestelle musste, weil ich mit Alicia, Kjersti, Paula und Helene nach Oslo fuhr. Natürlich dauerte die Busfahrt weit mehr als 1h und ich bekam langsam Panik, dass ich den großen Zug (barnetog) in Oslo verpassen würde. Alicia und ich beschlossen deshalb nicht unsere Taschen in die Wohnung von Helenes Schwester zu bringen, sonder gleich im Getümmel zu verschwinden. In Oslo liefen das Heer, alle Blaskapellen der Schulen und 216 Schulen, die norwegischen Abiturienten und noch viele andere Menschen mit. Ein unglaublich großer und langer Zug! Alicia und ich schafften es, uns in die Parade reinzuschmuggeln und liefen mit der Engebråten Skole mit. Es war ein herrliches Gefühl mit der singenden und tanzenden Masse mit zu laufen und ständig "Hipp hipp hurra" und "Heia Norge" zu rufen. "Unsere" Schule hatte auch noch einen eigenes Lied geschreiben, welches alle Schüler sangen und sofort kriegten Alicia und ich den Text des Songes in die Hand. :)
Auf dem Weg über die Karl-Johans Gate hoch zum Schloss, liefen wir an unzählig vielen flaggeschwingenden Menschen vorbei und ich war so unheimlich glücklich! 200 Jahre Norwegisches Grundgesetz! Und ICH durfte dabei sein und das erleben. Es war unglaublich und ich werde diesen Tag niemals vergessen. Diese Fröhlichkeit und gute Laune unter den Menschen umfing einen und man konnte nur angesteckt werden. Also liefen wir jubelnd hoch zum Schloss, wo die Königsfamilie stand und dem Volk zuwinkte. Ja, ich habe wirklich diese unheimlich offenen und volksnahen Menschen gesehen und konnte an ihnen vorbei laufen und winken. Es ist nicht jeder ein Fan von der Monarchie, aber ich finde, diese repräsentative Regierungsform hat etwas zusammenschweißendes für eine Nation, für ein Volk und etwas traditionelles, was irgendwie gemütlich ist. Die Norweger sind ein so glückliches und freundliches Volk und ich glaube kaum, dass sie das wären, wenn die Monarchie abgeschafft wäre! Die Königsfamilie kümmert sich um diese Menschen und ist oft mitten im Geschehen zu finden und nicht hinter zugezogenen Vorhängen.
Ich musste kurz an den deutschen Nationalfeiertag denken und mir lief auf den ersten Anhieb nicht einmal ein, wann dieser ist. In Deutschland feiert man den Tag nicht so richtig, nicht so groß. Das ist ein bisschen traurig, weil ich glaube, dass gerade an solchen Tagen die Menschen einander näherkommen und sich gut verstehen.
Nach der Parade trafen Alicia und ich wieder auf die anderen drei und wir grillten gemütlich im Park. Es ist ein Muss Hotdog und Softeis zu essen. Das mit dem Softeis hat leider nicht geklappt, da war ich dann doch viel zu satt für, aber die Hotdogs waren lecker. ;)
Abends fuhren wir mit dem Bus zu einer Freundin, die noch ein kleines Fest veranstaltete. Das war ein schöner Tagesausklang und ich war so unheimlich müde! Ich glaube so müde wie in dieser Nacht und dem Tag danach war ich im ganzen Austauschjahr noch nicht und Austauschschüler sind ja generell immer müde...
 |
| Vilde, Christine, Hanne, Sarah |
 |
| Alicia, Kjersti, Helene, Nazilla |
Wer noch ein bisschen bessere Eindrücke der Parade in Oslo sehen möchte, kann gerne dem Link folgen.
http://tv.nrk.no/serie/gratulerer-med-dagen/muhu22000814/17-05-2014#t=1h47m30s
Und wer die Nationalhymne hören will:
https://www.youtube.com/watch?v=VRS6cbLOrPQ
Freudige Grüße
Magdalena
17. mai! For en dag! Jeg er så glad for at jeg kunne være utvekslingsstudent i Norge på akkurat denne dagen!
Helgen før 17. mai dro jeg med Alicia sin familie til Eidsvoll. Alle de rommene ble tilbakestilt til den opprinnelige tilstanden og forkledd skuespillere gikk rundt. I møterommet i huset ble filmet og ulike taler ble holdt. Vi alle kom på TV.
Etter denne turen visste jeg hvorfor Norge feirer nasjonaldagen sin på 17. mai.
På morningen på 17. mai spiste jeg frokost med min vertsfamilie og noen venner. Deretter gikk vi bak toget til Slemmestad. Men jeg måtte stikke tidligere fordi jeg måtte gå til busstasjonen, fordi jeg dro med Alicia, Kjersti, Paula og Helene til Oslo. Selvfølgelig tok bussturen mer enn en time, og jeg begynte å få panikk for at jeg ville misse det store toget (barnetog) i Oslo. Alicia og jeg defor bestemte oss for å ikke sette våre bagger inn i leiligheten av Helens søster. En utrolig stor og lang tog! Alicia og jeg klarte å snike oss inn i paraden og gikk med på Engebråten skole. Det var en fantastisk følelse med sangene og dansende publikum og stadige roper " Hipp hipp hurra " og " Heia Norge". " Vår" skole hadde også skrevet en spesiell sang som elevene og til og med Alicia og jeg fikk teksten for at vi kunne synge. :)
På vei over Karl Johans gate opp til slottet gikk vi forbi utallige flagg svingende folk, og jeg var så utrolig glad! 200 år Norsk grunnlov! Og jeg kunne være der og oppleve hele festen. Det var utrolig, og jeg vil aldri glemme denne dagen. Dette munterhet og god humor blant menn omfavnet en, og man kunne bare smile hele tiden. Så gikk vi opp til slottet, der den kongelige familien sto og vinket til folket. Ikke alle er en fan av monarkiet, men jeg synes dette representative styreform har noe som sveiser en nasjon sammen, som er litt koselig. Nordmenn er et lykkelig og vennlige folk, og jeg tror ikke de ville være slik hvis monarkiet ville har vært avskaffet! Den kongelige familien ta vare på disse menneskene, og er ofte funnet i midten av handlingen og ikke bak lukkede gardiner.
I Tyskland feirer vi dagen egentlig ikke så stor. Det er litt trist fordi jeg tror at det er nettopp på slike dager folk kommer nærmere hverandre.
Etter paraden, Alicia og jeg møtte de tre andre jentene igjen og vi grillte i parken. Selvfølgelig spiste vi hot dog! Det bledissverre ikke noe med softisen på denne dagen fordi vi var altfor mett etter grillingen, men hot dogene var veldig gode. ;)
På kvelden tok vi bussen til en venn som hadde en liten fest. Det var en fin avslutning på dagen, og jeg var så utrolig trøtt! Jeg tror så sliten og trøtt som på denne kvelden og dagen etter hadde jeg aldri vært før i hele mitt urvekslingsåret og utvekslingsstudenter er generelt alltid trøtt ...
Magdalena